Möglichst lange gut zuhause leben und notwendige Unterstützung vor Ort erhalten

Ein karges Angebot an Tages- und Kurzzeitpflegeplätzen gibt es in Bayern, auch bei uns im Landkreis Landsberg. Obwohl die Nachfrage gerade nach Kurzzeitpflege riesengroß ist. Aber nur zu Urlaubszeiten. Und genau das ist das Problem, sagen die Pflegeheime, die diesen Service anbieten. Bis 2030 fehlen 40 Kurzzeit- und 33 Tagespflegeplätze in unserem Landkreis.

Auf B2 ist am 14. Oktober der hörenswerte Beitrag „Kurzzeitpflege – Krafttanken für Angehörige“ von Gabriele Uitz aus Dießen gesendet worden.

Im Interview geben Angehörige, Pflegeeinrichtungen und auch Kommunalvertreter Einblick in eine Welt, die uns früher oder später alle selbst einmal betreffen kann. Die Erkenntnis, dass wir mehr Entlastungsangebote für pflegende Angehörige benötigen, ist keineswegs neu. In ganz Bayern haben wir seit vielen Jahren zu wenig Kurzzeitpflegeplätze, die Situation verschärft sich in den nächsten Jahren deutlich. Fördergelder des Freistaates stehen zwar zur Verfügung, werden allerdings aus den unterschiedlichsten Gründen nicht abgerufen.

Antrag für die Haushaltsberatungen im Kreistag Landsberg

Wir haben in Utting ein hohes Maß an ehrenamtlichen Engagement und einen gut aufgestellten Verein „Füreinander„, der bayernweit als Vorbild genannt wird. Die Gemeinde bezahlt die Miete für „17 & Wir“ und bezuschusst auch eine geriatrische Fachkraft für die Arbeit mit den Seniorinnen und Senioren. Trotzdem fehlt es auch bei uns im Dorf ebenso wie in Nachbargemeinden an Tages- und Kurzzeitpflegeplätzen. Wir müssen gemeinsam dafür Sorge zu tragen, dass unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger möglichst lange gut zu Hause leben und liebevoll in ihrer Heimat versorgt werden können. Im Kreistag haben wir für die aktuellen Haushaltsberatungen den Antrag gestellt, dass Landkreis und Gemeinden miteinander ein Kommunalunternehmen gründen mit dem Zweck landkreisweit kleine, dezentrale Pflege- und Wohneinrichtungen der Seniorenhilfe zu realisieren und Fördergelder dafür zu nutzen.

Es gibt hier bereits einige Pilotprojekte wie beispielsweise

  • die Allgäu Pflege gGmbH Bayern
  • die Senioreneinrichtungen des Landkreises Würzburg GGmbH
  • die Kleeblatt Pflegeheime gGmbH, deren Gesellschafter der Landkreis Ludwigsburg sowie die Gemeinden sind. diese Form der interkommunalen Zusammenarbeit existiert seit 30 Jahren und gilt bundesweit als Leuchtturmprojekt. Die Kleeblatt gGmbH unterhält in 26 Gemeinden Heime mit jeweils 24 bzw. 26 Pflegeplätzen und angeschlossenem betreuten Wohnen. Verwaltung und Wäscherei wird zentral betrieben, die Küchen werden dezentral vor Ort organisiert…

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