Altes Jugendhaus in Utting

Jugendhaus – und dann…

Das war der Titel einer bestens besuchten Veranstaltung zum Thema Jugendhaus, die die GAL Utting organisiert und dazu fraktionsübergreifend eingeladen hatte. Rund 100 mehrheitlich junge Menschen folgten in den Sommerferien dieser Einladung und diskutierten lebhaft und manchmal auch kontrovers mit den anwesenden Kommunalpolitikern, Jugendvertretern und erfahrenen Jugendarbeitern. Das war ein starkes Signal und macht auch Mut, die Jugend meldet sich zu Wort!
Die anwesenden Jugendlichen machten deutlich, dass es ihnen in Utting aktuell an Raum und Wertschätzung für Ihre Altersgruppe fehle und sie sich sowohl ein Jugendhaus, als auch eine sinnvolle Jugendarbeit vor Ort wünschen. Auch die Bereitschaft sich einzubringen wurde deutlich.

Folgerichtig beantragte Simon Hafner von der Jungen Union in der letzten Gemeinderatssitzung, dass kurzfristig ein provisorisches Jugendhaus in Containerbauweise oder in einem gemeindeeigenen oder angemieteten Gebäude realisiert werden solle. Der Beschluss zur Prüfung geeigneter Räume oder Grundstücke (mindestens 400 m² um 3-4 Container unterzubringen) fiel einstimmig. Nachzulesen auch im aktuellen Uttilo online der Gemeinderatssitzung vom 10. Oktober 2019

Für mich unstrittig ist, die Uttinger Jugend braucht wieder einen geeigneten Raum in vernünftiger Lage und eine zielgruppenadäquate Unterstützung und Betreuung durch eine qualifizierte Jugendarbeit vor Ort!

Ich persönlich bin zwar kein Fan von Containerlösungen, sie kosten erfahrungsgemäß viel Geld (egal ob Miete oder Kauf), benötigen wie andere Gebäude auch Erschließung (Wasser, Abwasser, Strom) und strahlen eher einen funktionalen Charme aus. So manches Provisorium steht deutlich länger, als man sich das zu Beginn vorstellen konnte. Ich möchte auf jeden Fall nicht dauerhaft Container in Utting stehen haben.

Sinnvoller fände ich es, wenn der Gemeinderat gleich über einen geeigneten Standort in einem Bestandgebäude entscheiden könnte. Nachdem die Prüfung der potenziellen Gebäude leider auch von anderen Entscheidungen und Planungen abhängt, stellt sich die Frage für die Jugend: „Wie lange sollen wir noch zuwarten“? So ist ein Provisorium vielleicht die logische Konsequenz. Der Charme von wieder abbaubaren Containern bestände zumindest darin, dass sich in dieser Zeit auch eine Jugendgruppe situieren könnte, die bereit ist Verantwortung zu übernehmen und ein zukünftiges Jugendhaus samt Jugendarbeitskonzept aktiv mitgestaltet.

Völlig unabhängig davon, wo in Zukunft ein provisorischen oder festes Jugendhauses in Utting angesiedelt sein wird, der Standortentscheidung werden kritische Diskussionen mit den Nachbarn folgen und viele Argumente, warum gerade dieser Standort nicht geeignet für ein Jugendhaus sei…

Eine nach guter Abwägung hoffentlich fraktionsübergreifend einvernehmlich getroffene Entscheidung wäre hier ein deutliches Signal – für die Jugend, aber auch für die Nachbarn!

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