Die ersten 20 gewählten KandidatInnen (ohne Gabi Triebel, Peter Satzger, Susanne Futterknecht, Marc Schluepmann)

Wir werden bunter, jünger und mehr

Berichterstattung von unserer Aufstellungsversammlung für die Kreistagsliste vom 24.10.2019 in Windach

Aufbruchstimmung und Gestaltungsanspruch
bei den Grünen im Landkreis

Viel Kraft und große Entschlossenheit steht hinter dem Grünen Landratskandidaten Peter Friedl

Die Liste wird jünger und bunter –
Die ersten 20 Plätze waren oft heiß umkämpft

Bündnis 90/Die Grünen Alternative Liste (GAL) haben am 24. Oktober zur Aufstellungsversammlung nach Windach ins Gasthaus beim Schloß geladen. Und der Saal wurde voll, auch das 200 Mitglied (Monica Calla) im Landkreis Landsberg wurde freudig begrüßt. Die vor 2 Jahren vom Vorstand ausgerufene „Zellteilung“ war erfolgreich. In dieser Zeit haben die Grünen im Landkreis ihre Mitgliederzahl verdoppelt.

In seinem Grußwort wies Peter Friedl, der nominierte Landratskandidat der Grünen, darauf hin, wie wichtig die Kommunalpolitik für das Einhalten der vereinbarten Klimaziele ist: „Die Ziele sind global vereinbart, müssen aber lokal erreicht werden. Wenn wir es hier nicht schaffen, dann schaffen wir es auch nicht global“. Rund 80 Teilnehmer verfolgten gespannt die Kandidatenkür, 51 stimmberechtigte Mitglieder stimmten die ersten 20 Plätze einzeln (oft unter mehreren Bewerbern) ab, dann folgten Blockabstimmungen über die Plätze 21-40 und 41-60.

Das Ergebnis ist eine Liste von 60 Kandidatinnen und Kandidaten (31 Frauen und 29 Männer) aus allen Altersschichten (20-72 Jahre) und Berufsgruppen (Azubi, Angestellte, Beamte, Selbständige), repräsentativ aus der Stadt Landsberg und den vielen Gemeinden des ganzen Landkreises, erfahrene langjährige Kommunalpolitikerinnen und Neulinge. Allen gemeinsam ist ein flammendes Engagement für das Thema Klima – also die Umsetzung des Klimaschutzpakets 2030 und die Frage wie jede einzelne Gemeinde und der Kreis auf diesem Weg zügig voran kommen kann. Weiter wurde entschieden ein verbessertes, alternatives Mobilitätsangebot für den Kreis gefordert, mehr und besser vernetzte Angebote des ÖPNV. Weitere wichtige Themen waren Wohnungsbau, Flächenversiegelung, Pflegenotstand und mehr Bürgernähe und echte Teilhabe für möglichst alle.

Wie bei den Grünen gewohnt, wurden Frauen und Männer abwechselnd aufgestellt, den Frauen stehen prinzipiell die ungeraden Plätze zu, die geraden sind offene Plätze. Einzig für den grünen Landratskandidaten Peter Friedl wurde eine Ausnahme gemacht, er konnte sich auf Antrag von Renate Standfest (GAL Fraktionsvorsitzende und grüne Bürgermeisterkandidatin für Utting) auf Platz eins der Liste bewerben und wurde mit 48 Stimmen dort auch gewählt. Dass den grünen Frauen auch im Landkreis Landsberg das Frauenstatut sehr wichtig ist, bewies mit ihrer leidenschaftlichen Gegenrede Ilse Baumgarten aus Schondorf, die grundsätzlich eine Frau auf Platz eins der Liste wollte. Die Versammlung – und auch die in dieser Frage mit Vetorecht versehenen stimmberechtigten grünen Frauen – stimmten mehrheitlich für den Tausch der Listenplätze 1 und 2. Folgend wurde dann Renate Standfest (ebenfalls mit 48 Stimmen) auf Platz 2 gewählt. Mit dieser „Doppelspitze“ und einem spürbar motivierten Team fühlen sich die Grünen bestens aufgestellt für die anstehenden Kommunalwahlen am 15. März 2020.

Auf Platz 3 folgt Gabriele Triebel (MdL) aus Kaufering, auf Platz 4 Moritz Hartmann der grüne Oberbürgermeisterkandidat für die Stadt Landsberg. Auf Platz 5 wurde mit der 30-jährigen Daniela Groß aus Landsberg die erste Kandidatin bestätigt, die noch nicht im Kreistag sitzt. Auf Platz 6 wurde der Schondorfer Bürgermeister Alexander Herrmann gewählt.

Von Platz 7 – 20 wurde es spannend, hier gab es jeweils mehrere Bewerberinnen bzw. Bewerber, teils waren Stichwahlen nötig, um die notwendige absolute Mehrheit der Stimmen zu erreichen. Auf Platz 7 setzte sich die langjährige Kreisrätin und Alt-Bürgermeisterin von Unterdießen Monika Groner durch, Platz 8 eroberte der jüngste Bewerber in der Runde, der 20-jährige Fridays-for-Future Aktivist Lennart Möller aus Landsberg, der neben seiner außerparlamentarischen Arbeit die Anliegen der jungen Generation in Zukunft auch im Kreistag einbringen und hartnäckig einfordern möchte. Auf 9 setzte sich mit Gabriele Übler, der Bürgermeisterkandidatin aus Dießen, ebenfalls eine Newcomerin für den Kreistag durch. Platz 10 gewann trotz urlaubsbedingter Abwesenheit der Kreisrat und stellv. Vorsitzende des Bund Naturschutzes Landsberg Peter Satzger.

Platz 11 eroberte Helga Gall, amtierende Kreisrätin aus Schondorf, auf Platz 12 folgte Holger Kramer aus Dießen, ebenfalls neu in der Landkreispolitik. Die Sprecherin des Kreisverbandes Christine Reineking aus Unterdießen wurde auf Platz 13 gewählt, auf Platz 14 folgt Kilian Fitzpatrick aus Scheuring, er ist der Schatzmeister im Kreisverband. Platz 15 ging an Miriam Antons, neu in der Kommunalpolitik, vielen bekannt von der Initiative Plastik-Fasten aus Dießen. Auf Platz 16 setzte sich Martin Erdmann aus Utting durch, Vorstandssprecher im Kreisverband. Via Video-Aufzeichnung zugeschaltet und auf Platz 17 gewählt wurde Susanne Futterknecht aus Windach, Torsten Leiter aus Utting gewann die Stichwahl um Platz 18, auf Platz 19 stieg einzig Petra Sander, Gemeinderätin aus Dießen in den Ring und wurde gewählt, Marc Schlüpmann ebenfalls Gemeinderat aus Dießen folgte auf Platz 20.

Die restlichen Plätze wurden dann in 2 Blöcken gewählt. Hier findet Ihr die vollständige Liste unserer Grünen Kandidatinnen und Kandidaten für den Kreistag 2020-2026

Bereits heute ist die GAL die zweitstärkste Fraktion im Landsberger Kreistag. Sie stellt 10 von 60 Kreisräten, 5 Frauen und 5 Männer. Gestärkt durch die letzten Wahlen will die GAL deutlich mehr Sitze im neuen Kreistag erobern, um eine nachhaltigere Kreistagspolitik umzusetzen. 13+x erscheint eher bescheiden 🙂

Gelebte Demokratie, statt Absprachen in Hinterzimmern. Gut organisiert, professionell moderiert und mit großem Durchhaltevermögen, auch nach Mitternacht waren noch 75% aller Stimmberechtigten vor Ort. Die Grünen beweisen eindrucksvoll ihre Leidenschaft für die Kommunalpolitik im Landkreis.

Unser Fazit nach 6 Stunden Aufstellungsversammlung: Demokratie kann zwar verdammt anstrengend sein, aber auch wunderbar lebendig und jede Minute lohnt sich!

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld

Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden. Weiteres entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung.

Verwandte Artikel